August 2010, Ausgabe 1

VDSL - Very High Speed Digital Subscriber Line

In der zukünftigen Breitband-Infrastruktur spielt Glasfaserkabel eine große Rolle. Um eine hohe Bandbreite zu erreichen, ist es vorgesehen, die "letzte Meile" im Festnetz von der reinen Kupferverkabelung auf Glasfaserverkabelung umzubauen. Die "letzte Meile" bezeichnet die Strecke der Leitung von der Vermittlungsstelle bis zum Kunden.

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VDSL ist wie ADSL ein asymmetrisches Übertragungsverfahren, um auf kurzen Strecken Übertragungsraten zu erreichen, die deutlich höher sind als bei ADSL.

Wird VDSL in einem Telefonkabelnetz eingesetzt, dann ist die Voraussetzung ein Hybrid-Netz, bestehend aus Glasfaser- und Kupferleitungen. Die Glasfaserleitungen müssen möglichst nahe an den Kundenanschluss herangeführt werden, um auf den letzten hundert Metern über die Kupferleitung eine sehr hohe Übertragungsrate zu erzielen.

Auf dem Weg zur vollständigen "Verglasung" gibt es verschiedene Netzarchitekturen, die eine Kombination aus Kupferkabel und Glasfaserkabel vorsehen. Im folgenden Text werden verschiedene Netzarchitekturen beschrieben, die Glasfaserkabel auf der "letzen Meile" zum Kunden verwenden.

Die Bandbreitenkapazitäten sind je nach Leitungslänge unterschiedlich:

LeitungslängeDownstreamUpstream
1,4 km 13 MBit/s 1,5 MBit/s
0,9 km 26 MBit/s 2,3 MBit/s
0,3 km 52 MBit/s 11 MBit/s

 
Durch 3 Möglichkeiten wird die Glasfaser so nah wie möglich an den Kunden gebracht:

1. FTTC - Fiber-to-the-Curb

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Fiber-to-the-Curb (FTTC) bedeutet "Glasfaser bis zum Bordstein/Straßenrand". Die FTTC-Architektur sieht vor, dass das Glasfaserkabel im Kabelverzweiger endet (Fiber-to-the-Cabinet). Von dort aus werden die vorhandenen Kupferkabel bis zum Kunden verwendet.

2. FTTB - Fiber-to-the-Building

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Fiber-to-the-Building (FTTB) bedeutet "Glasfaser bis zum Gebäude". Die FTTB-Architektur sieht vor, dass das Glasfaserkabel innerhalb des Gebäudes endet, in dem der Kunde seinen Anschluss hat. Genauer gesagt endet das Glasfaserkabel am APL oder in der Nähe davon. Der APL befindet sich meistens im Keller des Gebäudes. Innerhalb des Gebäudes wird die vorhandene Kupferverkabelung verwendet, um bis in die Wohnungen zum Teilnehmeranschluss (TA) und von dort zu den Endgeräten zu kommen.

3. FTTH - Fiber-to-the-Home

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Fiber-to-the-Home (FTTH) bedeutet "Glasfaser bis in die Wohnung". Die FTTH-Architektur sieht vor, dass das Glasfaserkabel in den Wohnungen/Büros des Kunden am Teilnehmeranschluss (TA) endet.

VDSL für IPTV und hochauflösendes TV (HDTV)

Das Fernsehen von Morgen ist bereits auf dem Vormarsch. IPTV (auch IP-TV) heißt das Zauberwort. Denn: Durch die Nutzung der DSL-Leitung (oder VDSL) steht ein "kostenloser" Rückkanal zur Verfügung. Ein interaktives Mitraten bei "Wer wird Millionär" am Fernseher ist also in Zukunft denkbar. Ein Riesenspaß zusammen mit der Familie!

Der größte Mehrwert dürfte in der Qualitätssteigerung liegen. Neben normaler Fernsehauflösung ist mit IPTV und schnellen Internetzugängen (VDSL) auch hochauflösendes HDTV kein Problem.


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