Dezember 2010, Ausgabe 2
So schützen Sie Ihre Telefonanlage vor Hackangriffen
Wie im Mai diesen Jahres schon berichtet, kommt es immer häufiger vor, dass Hacker sich in Telefonanlagen einwählen und Telefonklappen auf teuere Zielrufnummer umleiten.
Auch das Bundesministerium warnt davor, vor allem große Unternehmen, die Telefonsysteme mit Multianschlüssen besitzen oder ihre Telefonanlage als Mailbox betreiben und diese schlecht oder gar nicht gesichert haben.
Wie enorm kann die Schadenshöhe sein? (Welche Reichweite kann der Schaden tragen?)
Binnen weniger Stunden können den Unternehmen Schadenssummern von mehreren Tausend Euro entstehen. In einem Fall waren es den Tätern möglich, binnen 48 Stunden einen Schaden von 270.000 Euro anzurichten!
Wann erfolgen diese gehackten Zugriffe von Aussen?
Meist konzentrieren sich die Täter auf das Wochenende oder die Nachtstunden, wo in Firmen niemand anwesend ist. Der Schaden selbst wird meist erst bei der nächsten Telefonabrechnung bemerkt.
Aber wie erfolgt dieser kriminelle Zugriff? Die Telefonanlage hat doch eine Code oder doch nicht?
Ja, seitens der Telefonanlagenhersteller wird ein sogenannter "Mastercode" oder "Defaultcode" in den Beschreibungen angeführt. Dieser Code dient für allgemeine Ersteinstellungen der Telefonanlage und sollte sofort und kontinuierlich geändert werden.
Die bisher geschädigten Firmen haben diese Mastercode, der sich meist in den Gerätebeschreibungen oder auch im Internet als Information zur jeweiligen Telefonanlage befindet NICHT geändert!
Wie können jedoch in so kurzer Zeit so enorm hohe Schadenssummen entstehen?
Die Täter mieten vom Ausland, meist exotischere Länder, Mehrwertnummern bzw. VOIP-Server für die Vermittlung von Telefongesprächen an und greifen mittels des Mastercodes - Standardtelefonanlagen Codes - auf die Telefonanlage zu.



























