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September 2010, Ausgabe 10

Geister, Gaben, Gänsebraten - Lust auf herbstliche Feste

halloween

© Jürgen Treiber / pixelio.de

Mit dem Herbst steht eine der stimmungsvollsten Jahreszeiten vor der Tür: Üppige Erntedankkronen, familiäre Allerheiligentreffen, knusprige Martinigansl und beleuchtete Kürbisse sorgen für heimeligen Glanz. Lesen Sie über alte und neue Herbstbräuche und gewinnen Sie Gutscheine für eine stilgerechte Halloween-Dekoration.

Seit Jahrtausenden zählen in allen Kulturen Dankfeiern für die Gaben von Feld und Garten zu den Höhepunkten im Jahreskreislauf. Christliche Erntedankfeste unserer Breiten (meist am letzten September- oder ersten Oktober-Sonntag) führen Historiker auf Opferfeierlichkeiten für den germanischen Gott Wotan, dem Herrn der (Herbst-)Stürme und der Toten, zurück. Anno 2010 gibt es statt nordischer Opferriten aber weihevolle Blasmusik und reich geschmückte Umzüge - häufig erweitert um touristisch vermarktbare Wein- oder Mostfeste.

Mit dem in den USA zelebrierten „Thanksgiving“ hat dies wenig gemein. Das wichtigste US-Familienfest trägt keinen religiösen Hintergrund, sondern erinnert an das erste Erntedankfest der Pilgerväter . Wer Freunde und Familie mit einem guten Festessen überraschen will, kann aber auch hierzulande groß auftischen: Gefeiert wird am vierten Donnerstag im November und traditionell serviert man nordamerikanische Zutaten: Gebratener Truthahn (roasted turkey) mit Cranberry-Sauce (englisch ), Süßkartoffeln ,Kürbis-Kuchen (Pumpkin-Pie), Squash.

Die Zubereitung größerer Vögel gehört um diese Jahreszeit auch fix zum heimischen Festtagsrepertoire: Am 11. November ist Martinstag (Martini). Besonders im Osten des Landes grübeln Wirte und Privatköche schon lang davor, ob sie in das obligatorische Rotkraut zum Martinigansl heuer doch eine Prise mehr Zimt geben. Für die Kinder ist Martini ein Lichterfest: Umzüge mit selbst gebastelten Laternen sind ein Kindergarten-Highlight.

Kulinarische Traditionen stehen hingegen zu Allerheiligen/Allerseelen (1./2. November) im Hintergrund; Hauptangelpunkt der Feierlichkeiten ist der Friedhofsgang mit der Familie. Doch auch diese Festtage gewinnen immer lebhaftere Anklänge: Halloween („All Hallows‘ Eve“) beschert uns seit einigen Jahren in der „Nacht der verirrten Seelen“ vom 31. Oktober zum 1. November Kostümpartys mit Horror-Faktor und Kinder, die um „Süßes“ betteln oder "Saures" androhen. In Irland vermutlich schon vor 5.000 Jahren gefeiert, erlebte Halloween in den USA seinen Höhepunkt, doch nun kehren die Geister schön langsam wieder nach Europa zurück.

Gewinnen mit den guten Geistern

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