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September 2010, Ausgabe 10

Angesichts der ausgeteilten Bücherberge schlittert manch ein Schüler bereits zu Schulbeginn in eine Motivations-Krise. Damit der Einstieg frustfrei gelingt, sollten Eltern speziell in den ersten Schultagen die Lernfreude des Nachwuchses stimulieren. Gute Möglichkeiten dafür bietet das Internet, die Welt, in der viele Mädchen und Burschen ohnehin am liebsten ihre Freizeit verbringen.
Kinder sind von Natur aus wissbegierig, aber die Lust, sich Neues anzueignen, sinkt rapide, wenn Zwang und fades Lernmaterial die Ausgangsbasis sind. Ansageheft und Mathematikbuch sind zwar zweckdienlich, rangieren jedoch in der Kategorie „Schülerische Glückseligkeit“ weit unten. Pädagogisch aufbereitete Online-Angebote versprechen hier Abwechslung:
Kreative Weitererzählgeschichten, jede Menge lexikales Wissen sowie kniffelige Denk- und Lernspiele machen schon aus den Kleinsten "Schlaue Kids". Die virtuelle Welt panfu.de verknüpft Spielen, Lernen und Freunde finden miteinander. Auf KidsVille.de kann man eigene Geschichten veröffentlichen und mit Gleichgesinnten teilen. Kindernetz.de hält unter anderem wissenswerte Infos in kindgerechter Sprache über VIPs - von Angelina Jolie bis Zwillinge Kaulitz - bereit. Bei den "Ampelinis" werden ganz Kleine über die Sicherheitsregeln bei Schwimmen, Radfahren und Co. aufgeklärt. Spannende Sachgeschichten für Bildungshungrige bringt die altbewährte Sendung mit der Maus.
Anspornende Lernclubs gibt es schon für Vorschulkinder - etwa ToggoLino - und für das Grundschulalter (TOGGO-CleverClub, clubnick,…) oder für spezifische Themenbereiche, zB. der EnglishClub.
Um langfristige und gut kontrollierbare Lernziele zu erreichen, zahlt es sich außerdem aus, die Anschaffung von professionell erstellter (und meist kostenpflichtiger) Bildungssoftware in Betracht zu ziehen: Lernsoftware.de, Lernsoftware.com
Tipp für Eltern:
Es ist die Aufgabe der Erziehungsberechtigten, zu kontrollieren und abzuschätzen, ob ein Angebot tatsächlich den entsprechenden Erfolg bringt. Seitens der Wissenschaft gibt es über die Sinnhaftigkeit diverser digitaler Lernprogramme auch negative Rückmeldungen. Die häufigsten Kritiken und Warnungen: Man lernt lediglich für das betreffende Spiel, Online-Welten rauben Zeit für reale Erfahrungen, vermitteln wenig in Bezug auf die reale Welt (zB. die feinen Nuancen der menschlichen Emotionen) und können die Gehirnentwicklung beeinflussen.
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