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November/Dezember 2010, Ausgabe 11

Geballte Macht 

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© Grey59 / pixelio.de

Bequemlichkeit und Benutzerfreundlichkeit sind derzeit wohl die größten Feinde von Datenschutz und Vielfalt im Internet. Kein Wunder: Wer im Großen und Ganzen zufrieden ist, scheut den Wechsel – egal ob das die Suchmaschine, das soziale Netzwerk oder die bevorzugte Video-Plattform betrifft. Gut für Branchenriesen wie Google oder Facebook, schlecht für die Privatsphäre der Internetnutzer.

Natürlich sind die Suchergebnisse beim "googeln" sehr gut, der Microsoft-Browser nach jahrelanger Verwendung blind bedienbar und die Video-Auswahl bei YouTube riesig. Auch Facebook hat berechtigterweise viele Fans. Tatsache ist: Unser Leben wird jeden Tag ein Stück "digitaler". Das bringt viele Annehmlichkeiten mit sich, allerdings birgt die Konzentration auf immer weniger Portale, Anwendungen oder Netzwerke auch Risiken.

Wir sagen, wer wir sind, wo wir sind, welche Freunde und Vorlieben ("Gefällt mir!") wir haben und lassen Dritte an unseren Konversationen teilhaben. Was wenig bedacht wird: Jedes Puzzle-Teilchen Information, das man online stellt, kann kombiniert mit anderen Daten viel über uns verraten. Von Google gibt es beispielsweise einen eigenen Browser, die Suchmaschine, einen E-Mail-Service, Kartendienste und mehr als ein Dutzend weitere Angebote.

Was bei der Geldanlage sinnvoll ist, nämlich Risikostreuung, bietet sich auch im Online-Bereich an. Am besten wäre zwar mit seinen Daten so zurückhaltend wie möglich zu sein, allerdings geht der Sinn vieler Anwendungen dadurch verloren. Vorteilhafter wäre es, vielleicht auch mal andere Angebote in Betracht zu ziehen und nicht alles auf wenige Unternehmen zu konzentrieren.

Datenschützer warnen davor, dass Menschen ziemlich "gläsern" bzw. von bestimmten Angeboten aufgrund digitaler Persönlichkeitsprofile ausgeschlossen werden, ohne das überhaupt zu ahnen. Branchen-Riesen wie Microsoft, Apple oder Google kämpfen derzeit jedenfalls hart um die Zuneigung der User – und ihre Aufmerksamkeit: Denn das ist die (Online-)Währung der Zukunft, wenn es nach der Werbeindustrie geht.

Newton informiert darüber, wie Details aus dem Privatleben von facebook-Usern für Marketingzwecke genützt werden oder zu Cybermobbing führen können. Dazu gehören auch konkrete Tipps, welche Einstellungen man bei der Benützung des sozialen Netzwerks beachten sollte.

Links: Alternative Suchmaschinen:

 

 
 
 
 
 

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