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April 2011, Ausgabe 13

© Gerd Altmann, "Frühling wird es nun bald"
Quelle: pixelio.de
Eierpecken, Nesterl suchen und ein ausgiebiger Sonntagsbrunch im Kreise der Familie: Die Mehrheit der Österreicher feiert Ostern klassisch und traditionsbewusst. Wie unterschiedlich das christliche Fest in anderen Ländern begangen wird, zeigt ein Blick über die Grenzen. Denn auch dort gibt es interessante Bräuche und Rituale.
In Italien heißt es an den Feiertagen: Aufgepasst! Sonst kann es leicht passieren, dass man von zwei roten Teufeln gefangen genommen und entführt wird. Hat das Opfer ausreichend Geld dabei, um seinen "Geiselnehmern" ein Gläschen Wein zu spendieren, braucht es keine Angst um seine Zukunft haben, weiß der Sprachdienstleister Interlingua.
Will man sich von der Existenz böser Zauberinnen überzeugen, so braucht man in Böhmen am Karfreitag nur Brot zu backen. Dort heißt es nämlich, dass der Duft Hexen anlockt. Dies soll natürlich vermieden werden, weshalb es ein Verbot dafür gibt. Ein absolutes "No-Go" in Flandern ist es, die Kirchenglocken beim Läuten zu beobachten. Ein steifer Hals wäre unweigerlich die Folge.
Selbst die Frage des Eierlieferanten führt international betrachtet zu unterschiedlichen Antworten: Während sich größtenteils der Hase durchgesetzt hat, macht ihm in Tirol die Osterhenne Konkurrenz, in Hannover bringt der Fuchs die Eier und in Schweden das Osterküken. In Australien ist das Osterbilby, ein Beuteltier mit langer Nase und großen Ohren, für die Lieferung zuständig. Hasen sind hingegen verpönt, weil sie das Weideland kahlfressen.
Heimische Traditionen
Was das Essen angeht, haben in Österreich vor allem der Osterschinken und G’selchtes Tradition. Viel Wert wird auch auf das gemeinsame Frühstück, das Verstecken und Suchen von Osterhasen und -eiern sowie Ausflüge mit der Familie gelegt. Im Vorfeld werden Eier ausgeblasen und gefärbt, Geschenke und Dekoratives gebastelt sowie Osterlämmer gebacken. Sehr beliebt ist nach wie vor "Eierpecken". Rezepte zum Festschmaus sind hier zu finden.
Allerdings unterscheiden sich auch die kulinarischen Traditionen international recht deutlich: In Russland freut man sich nach der strengen vorösterlichen Fastenzeit auf das Fastenbrechen mit der Topfenspeise Pascha und dem Kuchen Kulitsch. Italiener essen am Ostersonntag und Ostermontag einen Kuchen aus leichtem Hefeteig, die sogenannte Colomba Pasquale. In Griechenland kommt Kokoretsi, das aus Innereien und dem Darm von Lämmern besteht, auf den Tisch. Na dann, Mahlzeit!
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