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Juni 2011, Ausgabe 14

Sie haben sich schon mal ein Video bei Youtube angesehen, Fotos auf FlickR gespeichert oder schauen öfter mal auf Facebook vorbei? Dann nutzen Sie bereits sogenanntes „ Cloud Computing“. Unbemerkt von vielen hat sich dadurch unser Internet-Verhalten rasant verändert: Weg vom „Besitz“ hin zum Online-Zugriff.
Konkret heißt das, dass viele Daten und Programme nicht mehr auf dem eigenen Computer, sondern auf Servern im Netz abgelegt werden. Dadurch hat man jederzeit und überall Zugriff auf Musik, Videos, Spiele oder Programme. Der Internetbrowser ist das Fenster in die Cloud.
Weitere Vorteile sind, dass die Software immer aktuell ist, die Leistungsfähigkeit des eigenen Rechners keine so große Rolle mehr spielt und der nutzbare Speicherplatz praktisch unbegrenzt ist. Wenn man mehr Rechenleistung braucht, muss man sich keinen neuen Computer kaufen, sondern mietet sich zusätzliche Kapazität in der Wolke.
Weil Privatanwender auch immer mehr Speicherplatz für Fotos und Videos benötigen, gibt es inzwischen zahlreiche Angebote, die Daten nicht nur auf den eigenen Festplatten zu sichern, sondern ebenfalls in der "Cloud". Amazon hat zudem einen Online-Musikdienst gestartet („Cloud Player“), mit dem die Kunden ihre Songs im Internet speichern und dann auf jedem beliebigen Computer oder am Handy anhören können.
Microsoft wiederum offeriert seine Office-Suite unter dem Namen "Office 365" als Abo-Anwendung. Damit lassen sich Programme wie Word, Excel oder Powerpoint in abgespeckter Form von jedem beliebigen Rechner aus im Browser nutzen. Und beim Vorreiter Google kann man – für private Nutzer kostenlos – direkt im Webbrowser texten, kalkulieren, zeichnen und Vortragsfolien erstellen.
Vom virtuellen Notizbuch bis zum Terminplaner
Eine Art virtuelles Gedächtnis stellt Evernote dar, und auch bei Memonic werden Notizen aller Art verwaltet. Termine einfach koordinieren kann man mittels Doodle. Sehr beliebt sind auch Speicherdienste im Internet. Vorzeigelösung ist hier Dropbox, in der sich alle möglichen Dateien – von Texten über Fotos bis zu Musik – abspeichern lassen.
Ein großer Nachteil des Speicherns in der Wolke ist allerdings, dass man die Kontrolle über die Daten weitgehend verliert. Wer hat darauf Zugriff und was, wenn sie einfach weg sind? Allein der Gedanken, nicht immer auf die persönlichen Daten zugreifen zu können, macht so manchen User nervös.
Ein stabiler Internetzugang – wie das fixe Breitband von Tele2 – ist wichtig für die reibungslose Nutzung.
TIPP
Einen Überblick über interessante Web-Anwendungen finden Sie hier.
