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August 2011, Ausgabe 15

Die Internet-Rabatt-"Deals" haben inzwischen auch in Österreich die Aufmerksamkeit einer breiteren Masse erweckt. International ist das Geschäft mit dem digitalen Rabatt ein boomender Sektor, der Spargedanke scheint im Trend zu liegen. Die wichtigsten zwei Anbieter für Österreich sind der weltweite Marktführer Groupon aus den USA, der seit dem Vorjahr eine lokalisierte Version seiner Dienste anbietet, und sein deutscher Konkurrent DailyDeal.
Für die Nutzer dieser Portale gibt es ein breites Angebot an Produkten aller Art, mit Rabatten ab 50 Prozent aufwärts, das sich aus regionalen Dienstleistungen, Reisen oder Gutscheinen für Online-Shops zusammen setzt. Musste man früher seine Rabattmarke noch ausschließlich aus Printmedien oder Verpackungen schneiden, holt man sich heutzutage Vergünstigungen aller Art mittels einiger Mausklicks aus dem Internet.
Derzeit scheint das Geschäftsmodell mit den zeitlich meist auf 24 Stunden begrenzten Angeboten stetig zu wachsen. So drängt Marktführer Groupon bereits an die Börse und der Internet-Riese Google hat sich mit dem Schnäppchendienst "Google Offers“ sein eigenes Standbein in der Branche geschaffen, wobei sich dieses vorerst noch in der Beta-Version befindet.
Facebook („Deals“) und Amazon („AmazonLocal“) haben ebenfalls ähnliche Geschäftsmodelle entwickelt, die aber bisher noch nicht in Österreich angelaufen sind. Man kann davon ausgehen, dass auch in Österreich noch einige neue Portale entstehen werden, denn in den USA gibt es inzwischen schon an die 60 dieser Unternehmen.
Gutes Aussehen und gutes Essen
Bei den Dienstleistungen dominieren vor allem die Beauty-Branche und die Gastronomie. Gekauft werden kann dabei aber so gut wie alles, ob es nun eine Schönheitsbehandlung, ein Restaurantbesuch oder etwa die Wartung der Therme oder gar ein Latinum-Intensivkurs für Studienanfänger ist. DailyDeal verzichtet dabei im Gegensatz zu Groupon auf eine Mindestanzahl an Käufern, die sonst notwendig ist, dass der „Deal“ zustande kommt. DailyDeal bietet derzeit regionale Angebote aus 20 Städten und der Region Osttirol an, Groupon bringt es auf 27 österreichische Städte.
Wer nicht in einer dieser Städte oder zumindest in der Nähe wohnt, geht bei Groupon und DailyDeal trotzdem nicht leer aus, denn beide Portale haben Reiseangebote und überregionale Angebote bei diversen Onlineshops im Programm, wo man beispielsweise mit billigen Laptops oder Visitenkarten eingedeckt wird. Die Deal-Portale nutzen dabei auch die großen sozialen Netzwerke Facebook und Twitter. Der registrierte Rabatt-Jäger bekommt aber ohnehin seinen täglichen Newsletter mit der aktuellen Übersicht der Angebote.
Auch wer gerade nichts kaufen oder jemanden beschenken will, hat von den Rabattseiten einen Nutzen. So definiert sich beispielsweise Groupon auch als Stadtführer, bei dem man „coole neue Locations“ entdecken kann.
