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Juli/August 2010, Ausgabe 9

Dass Österreich kein Meer hat, dürften höchstens Hochseekapitäne bedauern - kaum aber Badenixen und Wassermänner: Schließlich gibt es in der Alpenrepublik rund 2.000 Naturbadeseen. In einem Spektrum zwischen Idylle, Action und Jetset zieht ein jeder dieser „nassen Magneten“ das Publikum mit seinem einzigartigen Charakter an.
Als seenreichstes Bundesland gilt Kärnten mit sage und schreibe 1.270 stehenden Gewässern. Der Wörthersee mit seinen Beachvolleyballturnieren und der Seitenblickegesellschaft zählt ebenso dazu, wie der tiefe Millstätter See und der ruhige Weißensee. Segler und Surfer pilgern gern ins Burgenland, an den riesigen und äußerst seichten Neusiedler See. Und wer die richtige Mischung aus Naturschauspiel und Geschichtsträchtigkeit sucht, ist an den Salzkammergutseen genau richtig – sie waren schon anno dazumal des Kaisers erste Anlaufstelle für Sommerfrische.
Was die heimische Wasserlandschaft von so manch einem weitläufigen Meeresstrand unterscheidet, sind die Möglichkeiten, Natur und Sport zu verbinden: Der Tiroler Achensee gilt als Eldorado für Bergfexe und Kletterbegeisterte – schweißtreibender Aufstieg und kühlendes Nass liegen hier günstig nahe beieinander. Etliche kleinere Bergseen wie der Seewaldsee (Biosphärenpark Großes Walsertal) erreicht man am besten mit einem Spaziergang oder einer Wanderung. Fast alle Seen sind außerdem von ausgezeichneten Radler- und Mountenbikergebieten umgeben.
Mit ihren zahllosen Schatten spendenden Laubbäumen und den oft sichtgeschützten Buchten sind die meisten Gewässer geradezu dafür geschaffen, heiße Sommertage angenehm im Freien zu verbringen. Es gibt kaum ein stilvolleres Szenario für ein ausgedehntes Picknick mit Freunden als eine ruhige Wiese entlang verwinkelter Uferzonen. Picknick-Rezepte, -Ideen, -Vorschläge und Checklists helfen bei der Organisation.
Überblick über die Badeseen Österreichs:
