Verfügbarkeit prüfen
Juli/August 2010, Ausgabe 9

Online-Shopping boomt – kein Wunder, schließlich gibt es kaum einen bequemeren Weg, Preise zu vergleichen und zum Beispiel ein Buch oder eine Reise sofort und unabhängig von Öffnungszeiten zu kaufen. Doch wenn es zum Bezahlen geht, wird vielen Bestellern mulmig: Ist die Übertragung sicher? Kann ich dem Händler vertrauen? Welche Verschlüsselungssysteme brauche ich?
Wenn Sie diese Sicherheitszweifel plagen, sind Sie nicht allein: 42 Prozent der Europäer wagen es laut EU-Kommission nicht, Waren im Netz zu bezahlen oder Online-Banking zu nutzen. Dabei sind digitale Transaktionen genauso sicher wie das Bezahlen an der Supermarktkassa - sofern ein paar einfache Regeln befolgt werden. An oberster Stelle steht die Auswahl seriöser Händler: Empfohlene Online-Gütesiegel auf der Verkäufer-Homepage zeigen, wer um sicheren Datenaustausch bemüht ist. Auch das Österreichische E-Commerce-Gütezeichen hat geprüfte Shops aufgelistet.
Vertrauenswürdige Geschäftspartner legen ihre Verschlüsselungspraxis in der Regel von sich aus offen. Häufig liest man in diesem Zusammenhang das Kürzel SSL: Die meisten guten Online-Händler und alle Banken nutzen diese Technologie zur Verschlüsselung sensibler Datenströme. Eine SSL-geschützte Seite erkennt man an dem typischen gelben Schloss-Symbol (untere Browserleiste)
oder daran, dass der Link mit "https://" (statt "http://") beginnt. Es gilt: Ohne Verschlüsselung keine Bestellung!
Wie das Geld überwiesen wird, ist Geschmackssache. Elektronische Zahlungssysteme wie die PaysafeCard bringen zum Beispiel eine gute Kontrolle über die eigenen Ausgaben: Karte mit gewünschtem Wert kaufen (Post, Supermarkt, Trafik,… Beträge zwischen 10 und 100 Euro), den darauf angegebenen Code bei der Onlinebezahlung eingeben, fertig. Beim Modell von PayPal (etwa von eBay verwendet) wiederum werden Geld oder Kontodaten bei PayPal hinterlegt und dort abgebucht. Großer Pluspunkt: Kein ständiges Herumschicken der Finanzdaten durchs Netz. Ähnlich funktioniert ClickandBuy.
Diese Systeme sind noch sicherer als das nach wie vor beliebteste Online-Zahlungsmittel, die Kreditkarte. Doch selbst von Kreditkarten geht keine allzu große Gefahr aus: Laut EU-Richtlinie sind die Kartenunternehmen nämlich verpflichtet, bei Missbrauch den Betrag zurückzubuchen, wenn der Käufer seine Sorgfaltspflichten erfüllt hat (vor allem verschlüsselte Datenübermittlung, Auswahl seriöser Händler). Wichtig: Kontoauszüge und Abbuchungen regelmäßig prüfen! Bei Kreditkartenbezahlung wird außerdem meist der CVC2-Code verlangt. Diese dreistellige Zahl auf dem Unterschriftenfeld (Rückseite) schützt vor Betrügern, die mit der Kreditkartennummer von alten Belegen zahlen wollen.
Tipps:
