Tele2 Newsletter  

Juli/August 2010, Ausgabe 9

Privatangelegenheit, Einsicht verboten!

melting-brain

Fotograf: My Melting Brain
Quelle: flickr.com

Sicherheit für Dateien und Onlineverkehr

Auf einem einzelnen PC ist heute oft zentral abgelegt, was früher in einem ganzen Haus nur über mehrere Kästen und Regale verteilt zu finden gewesen wäre: Persönliche Briefe (E-Mails), abgespeicherte Familienfotos, Bankauszüge und Verträge. Hier lesen Sie, wie Sie Dateien und Internetaktivitäten vor unbefugter Einsicht schützen.

Ein geeigneter Rundumschutz wie das Sicherheitspaket von Tele2 ist die erste Voraussetzung, damit Viren, Würmer und Hacker draußen bleiben. Darüber hinaus muss jedoch auch das eigene Verhalten auf die Gefahren der Online-Welt abgestimmt werden. Dazu gehört der richtige Umgang mit Passwörtern.

Ein Hacker knackte unlängst sogar den berühmten Microblogging-Dienst Twitter und dazugehörige Accounts von Britney Spears und US-Präsident Barack Obama – und zwar schlicht und einfach durch Raten. Zu simple Codes sind wie ein Haus mit offener Tür, automatisierte Passwortgeneratoren brauchen nur Sekunden zum Entschlüsseln!

Absolut tabu sind deshalb als Passwort-Grundlage persönliche Daten: „Waldi“, der in der ganzen Straße bekannte Familienhund, taugt als Losungswort genauso wenig wie „baby“ und „Schatzi“. Hände weg auch von vermeintlich „kreativen“ Ideen wie „08/15“ oder „Passwort“. Danach suchen Datendiebe als erstes. Sichere Kennwörter müssen mindestens 6-8 Zeichen (kein zusammenhängendes Wort) lang sein. Verwenden Sie möglichst viele Sonderzeichen, große und kleine Buchstaben und Zahlen, z.B. "Q7#bN?X5+".

Rund 15-20 solcher Codes braucht man für ein durchschnittliches Online-Dasein. Diese dürfen natürlich niemals aufgeschrieben werden. Um den Überblick zu behalten, helfen sogenannte "Passwort-Safes" (zahllose Varianten, auch kostenlose wie KeePas, kursieren zum Downloaden). Dank solcher Hilfsprogramme braucht man sich nur ein Masterkennwort merken, die restlichen Codes sind in einer verschlüsselten Datenbank gespeichert. „Passwort-Safes“ sind meist auf USB-Sticks übertragbar (für unterwegs geeignet) – und helfen in vielen Fällen, gute Code-Wörter zu finden.

Mit Passwörtern kann man nicht nur den Zugang zum E-Mail-, Facebook- und Online-Banking-Account sichern, sondern auch Dateien, Ordner und Festplatten auf dem Computer. Diverse Anwendungen wie XP Hider oder Krypter schützen sensible Daten auf dem PC oder in E-Mails vor neugierigen Augen.

Einzelne Dateien und Ordner können außerdem über die rechte Maustaste unter dem Menüpunkt Eigenschaften geschützt werden (z.B „verstecken“). Experten warnen aber vor Umgehungsmöglichkeiten. Wenn mehrere Leute auf einem PC arbeiten, macht es weiters Sinn, über die Systemsteuerung eigene Benutzerkonten zu erstellen, die die Zugriffsrechte definieren.

Tipps

  • Generelle Infos zur Computer- und Internetsicherheit bei Saferinternet.at
  • Telefonnummern, Codes und vertrauliche Alltagsnotizen kann man auch auf einem gesicherten „elektronischen Notizzettel“ festhalten – etwa LockNote (von Steganos).
  • Acht Regeln für sichere Passwörter und weitere Informationen über Codes
  • Wer nach Schlagworten wie „Daten verschlüsseln“ googelt, findet Online-Communities und Infosites, die Verschlüsselungsmöglichkeiten vorstellen, diskutieren und bewerten.
  • Auf Notebooks können Programme wie „Retriever“ (von Front Door Software) installiert werden. Sie schützen Laptops bei Verlust auf mehreren Ebenen und aktivieren Aufforderungen zur Rückgabe

 

 
 
 
 
 

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